Simulierter Waldbrand in Eckardtsheim als große Einsatzübung  

Bedingt durch den Klimawandel kann im Sommer mit längeren Hitzeperioden gerechnet werden. Durch eine langanhaltende Trockenphase erhöht sich dabei zwangsläufig die Gefahr von Waldbränden. Die Feuerwehr Bielefeld trainierte daher am 27. Oktober 2018 in einem Waldstück im Stadtteil Eckardtsheim das Vorgehen bei einer Waldbrandbekämpfung.

Die Ziele der Übung bestanden neben dem Anwenden der Taktik bei größeren Waldbränden, zusätzlich in dem Aufbau einer Wasserversorgung über lange Wegstrecken und mit Pendelverkehr, der Bildung von mehreren Einsatzabschnitten, sowie eine rückwärtige Einsatzführung mit aufbauender Struktur der Einsatzstelle.  

Übungsobjekt war ein Forst- und Waldgelände mit Wildgehege am Fliednerweg in Eckardtsheim. Zur Simulation der Brandstelle dienten jeweils Metallfässer mit brennendem Stroh, die an unterschiedlichen Stellen im Wald positioniert wurden. Realistisch machte sich hierbei auch die Rauchentwicklung im Wald bemerkbar.  

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Als Übungsszenario wurde angenommen, dass Wanderer über Handy der Feuerwehrleitstelle eine unklare Rauchentwicklung in einem Waldstück in Eckardtsheim gemeldet haben. Aufgrund der schlechten Wasserversorgung und der Ausdehnung, der vom Brand betroffenen Fläche, alarmiert die Leitstelle um 9:30 Uhr gemäß Alarm- und Ausrücke-Ordnung die zuständigen Löschabteilungen Eckhardtsheim, Sennestadt und Senne der Freiwilligen Feuerwehr, den Einsatzführungsdienst der Berufsfeuerwehr sowie die Fernmeldegruppe als erweiterte Führungskomponente.

Wegen der schlechten Wasserversorgung vor Ort durch Fehlen von Hydranten in unmittelbare Nähe des Waldgeländes mussten die Einsatzkräfte der drei beteiligten Löschabteilungen zunächst mit B-Schläuchen eine materialaufwendige Wasserversorgung über lange Wegstrecken aufbauen. Parallel dazu wurde mit dem Tanklöschfahrzeug TLF 24/50 der Löschabteilung Senne ein Pendelverkehr zur Wasserversorgung eingerichtet. Nach Sicherstellung einer ausreichenden Wasserversorgung konnten weitere Einheiten mit C-Strahlrohren zur Brandbekämpfung in das Waldstück vordringen. Vorteilhaft war hierbei auch das geländegängige Tanklöschfahrzeug TLF 8/24 auf Unimog-Basis der Löschabteilung Sennestadt, das über Waldwege bis in die Nähe der Brandstelle vorfahren konnte, um beispielsweise ein vom Feuer bedrohtes Wildgehege zu schützen.  

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Die Einsatzleitung befand sich bei dieser Übung rückwärtig im nicht weit entfernten Gerätehaus der Löschabteilung Eckhardtsheim. Dank mobiler Fernmeldetechnik konnte im Versammlungsraum des Gerätehauses durch die Fernmeldegruppe eine Übungsleitstelle zur Abwicklung des Funkverkehrs und der Einsatzdokumentation eingerichtet werden.

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Zur besseren Lageerkundung und -darstellung wurde eine Feuerwehr-Drohne eingesetzt werden, mit deren Hilfe Livebilder aus der Luft von der Einsatzstelle an die Einsatzleitung im Gerätehaus übertragen wurden. Die Bilder ergänzten die Informationen per Funk, die der Einsatzleitung zur Beurteilung der aktuellen Lage vor Ort übermittelt wurden.

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Gegen 12:30 Uhr wurde per Funk „Feuer aus“ als Übungsende gemeldet. Nach Rückbau der Wasserversorgung und Verstauen der eingesetzten Gerätschaften in den Löschfahrzeugen fand am Gerätehaus Eckardtsheim eine Nachbesprechung der Übung statt. Im Anschluss erhielten die Übungsteilnehmer vom Verpflegungszug der Löschabteilung Jöllenbeck einen Imbiß zum Übungsabschluss.    

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