Alarmübung bei der Firma Miele

 

Am 10. April 2019 fand bei der Firma Miele im Werk Bielefeld eine Alarmübung für die Feuerwehr Bielefeld statt. Solche unangekündigten Einsatzübungen dienen der Feuerwehr zum Training verschiedener Einsatzsituationen und zur Gewinnung von Ortskenntnissen der jeweiligen Betriebe.

Die Ziele der Übung bestanden neben der Durchführung einer Menschenrettung und der Brandbekämpfung im Innenangriff mit Bewältigung eines Atemschutznotfalls, zusätzlich in der Wasserversorgung über Saugbrunnen und der Ordnung des Raumes. Ein weiteres wichtiges Übungsziel stellte die Zusammenarbeit zwischen den Einheiten der Berufsfeuerwehr, den Löschabteilungen der Freiwilligen Feuerwehr und der öffentlich anerkannten Betriebsfeuerwehr der Firma Miele dar, koordiniert vom Einsatzführungsdienst der Feuerwehr Bielefeld.  

Als Übungssituation wurde ein Kellerbrand in Halle 38 der Firma Miele angenommen. Die betreffenden Kellerräume wurden dazu mit künstlichem Nebel „verraucht“, um den Teilnehmern der Übung möglichst realistische Einsatzbedingungen zu simulieren. Ein Miele-Mitarbeiter, dargestellt durch eine Übungspuppe, wurde dabei als vermisst gemeldet.

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Nach Durchführung der Übungsvorbereitungen vor Ort wurde um 18:00 Uhr über die Brandmeldeanlage Alarm ausgelöst. Neben der Betriebsfeuerwehr der Firma Miele, wurden der Einsatzführungsdienst (B-Dienst), die Feuerwache Nord, sowie die Löschabteilungen Schildesche und West alarmiert.

Es dauerte nur einen kurzen Moment, da rückte auf dem Betriebsgelände bereits zuerst der Leiter der Miele-Betriebsfeuerwehr mit einem Gerätewagen zur Erkundung der Lage aus. Fast zeitgleich kamen die Mitglieder der Miele-Betriebsfeuerwehr von zuhause und trafen am firmeneigenen Gerätehaus auf dem Werksgelände ein. Unmittelbar danach rückten sie mit einem Löschgruppenfahrzeug zur Halle 38 aus. Ein Miele-Mitarbeiter erwartete bereits vor dem Gebäude die Feuerwehr und informierte die Einsatzkräfte über seinen vermissten Kollegen. Während sich die Miele-Betriebsfeuerwehr einen Überblick über die Lage vor Ort verschaffte und näher erkundete, trafen der Einsatzleitwagen mit dem Führungsdienst der Berufsfeuerwehr, Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug und Drehleiter der Feuerwache Nord, sowie zwei Löschgruppenfahrzeuge der Löschabteilungen Schildesche und West ein.

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Zwei Angriffstrupps, ausgerüstet mit Atemschutzgeräten, gingen mit jeweils einem C-Rohr über zwei verschiedene Zugänge in das Kellergeschoss zur Menschenrettung und Brandbekämpfung vor. Die vorrangige Aufgabe der beiden Angriffstrupps bestand in der Suche nach der vermissten Person in den verrauchten und vom Brand betroffenen Kellerräumen. Trotz starker Rauchentwicklung konnte dabei die gesuchte Person relativ schnell aufgefunden und ins Freie gerettet werden.

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Im Verlauf der Brandbekämpfung im Innenangriff wurde plötzlich von einem Angriffstrupp per Funk ein Atemschutznotfall im Kellergeschoss gemeldet. Der für solche Situationen vor dem Gebäude bereitstehende Sicherheitstrupp ging daraufhin unmittelbar zur Rettung des verunglückten Feuerwehrkameraden in die Kellerräume vor. Nachdem vom Sicherheitstrupp im verrauchten Keller Sofortmaßnahmen zur Rettung des Feuerwehrkameraden durchgeführt wurden, konnte er aus dem Gebäude zur weiteren Versorgung ins Freie gebracht werden.

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Nach dieser Rettungsaktion wurde per Funk „Feuer aus“ gemeldet, dem sich der Rückbau der Wasserversorgung und das Verstauen der eingesetzten Gerätschaften in den Löschfahrzeugen anschloss. Im Kreis der Führungskräfte und Beobachter erfolgte nach Übungsende eine kurze Nachbesprechung. Insgesamt wurde dabei die Durchführung der Übung als erfolgreich und äußerst positiv bewertet.

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Zum Abschluss der Übung wurde im Rahmen eines geselligen Beisammenseins ein Imbiß angeboten. Dies war auch Anlass für Klaus Schneider, Leiter der Betriebsfeuerwehr Miele, ein paar Worte des Dankes an alle Übungsteilnehmer zu richten, da er wenige Tage später nach langjähriger Tätigkeit im Unternehmen Miele in den Ruhestand gehen wird.    

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