Großübung für Feuerwehr und Rettungsdienst im Krankenhaus

Das Evangelische Klinikum Bethel (EvKB), die Bielefelder Hilfsorganisationen (ASB, DRK und JUH), der Rettungsdienst Stadt Bielefeld und die Feuerwehr haben am 04. Mai 2019 zum Thema "Brandeinsatz im Krankenhaus" im Ortsteil Bethel eine Großübung durchgeführt.

Seit dem 30. April 2019 steht das Kinderzentrum Bethel, Haus 1, leer. Es wird wegen des geplanten Neubaus entkernt und abgerissen. Somit ergab sich eine ideale Möglichkeit für das EvKB, die Bielefelder Hilfsorganisationen, den Rettungsdienst und die Feuerwehr, eine gemeinsame Übung durchzuführen.

Als Übungsszenario wurde angenommen, dass es bei Handwerkerarbeiten zu einem Brand auf einer Station im Kinderzentrum Bethel kommt. Der Handwerker und zwölf Patienten der Station, von denen zwei intensivmedizinisch behandelt werden mussten, waren von dem Feuerausbruch betroffen. 

Während das Personal des Kinderzentrums nach internen Konzepten und Ablaufplänen mit der Räumung der Station begann, alarmierte die Leitstelle der Feuerwehr gemäß dem Stichwort "Feuer Krankenhaus/Heime" Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes. Aufgrund der ersten Rückmeldungen aus dem Krankenhaus wurden zusätzliche Einheiten des Rettungsdienstes und der Hilfsorganisationen alarmiert. Es wurde damit das Rettungskonzept "Massenanfall von Verletzten" – kurz MANV - ausgelöst.

Patienten wurden durch das Krankenhauspersonal in Sicherheit gebracht, sowie durch Einsatzkräfte der Feuerwehr unter Atemschutz aus dem verrauchten Bereich gerettet.

Da durch den Brand zudem der elektrische Strom im Krankenhaus ausfiel, mussten die Patienten durch den Rettungsdienst auf andere Krankenhäuser verteilt werden. Dieses wird über die Transportorganisation und ein spezielles Ticketsystem organisiert. Auch die Notaufnahme vom Krankenhaus Gilead I wurde in die Übung miteingebunden und bekam nach dem Ticketsystem Patienten zugewiesen. Alle anderen Patienten wurden zum Gerätehaus der Löschabteilung Gadderbaum/Bethel transportiert, das bei dieser Einsatzübung ein fiktives Krankenhaus darstellte.   

Ziel der groß angelegten Aktion war es, die Zusammenarbeit im Falle eines MANV-Einsatzes zwischen dem Krankenhauspersonal, den Rettungskräften sowie der Einsatzleitung der Feuerwehr für den Ernstfall zu üben. Hierbei galt es, die Rettungsmaßnahmen sowie die Angriffswege zur Brandbekämpfung und die Rettungswege zur Evakuierung abzustimmen. Hinzu kam, dass die einzelnen Organisationen ihre internen Abläufe überprüfen konnten.

Um die Einsatzübung möglichst realitätsnah und echt wirken zu lassen, waren vierzehn „Realistische Unfalldarsteller“ der DLRG Paderborn mit geschminkten Verletzungen in der Übung eingebunden.

An der Übung nahmen ca. 80 Mitarbeitende des EvKB, 40 Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen ASB, DRK, JUH und des Rettungsdienstes, 50 Einsatzkräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr mit 28 Fahrzeugen sowie 22 Beobachter/innen teil.

Nach Übungsende versammelten sich alle Teilnehmer der Einsatzübung in der ehemaligen Cafeteria des Krankenhauses. In einer Kurzansprache bedankten sich die Erste Beigeordnete für Umwelt und Klimaschutz Anja Ritschel, der Amtsleiter der Feuerwehr Bielefeld Hans-Dieter Mühlenweg, die Vorsitzende Geschäftsführerin des Evangelischen Klinikums Bethel Dr. Maren Thäter und der Chefarzt der Zentralen Notaufnahmen des EvKB Dr. Hans-Jürgen Kottkamp bei allen Anwesenden für ihre tatkräftige Teilnahme an der Einsatzübung. 

In den nachfolgenden Tagen erfolgt nun eine detailierte Auswertung der Einsatzübung, die dem EvKB, der Feuerwehr, dem Rettungsdienst und den Hilfsorganisationen zahlreiche Erkenntnisse liefern wird, die in den Inhalt von Weiterbildungensveranstaltungen einfließen werden.

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Weitere Fotos folgen demnächst ....

 

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