Seit Samstag (08.06.) befinden sich 128 Bielefelder Feuerwehrleute im Einsatz gegen das Hochwasser der Elbe im Gebiet von Schönebeck (Sachsen-Anhalt).
schoenebeck 006 kleinDort, wenige Kilometer nach dem Zusammenfluss von Saale und Elbe, war es am Samstagnachmittag zu einem Wasserdurchbruch in die Altstadt von Schönebeck gekommen, als ein ca. 15 Meter langes Teilstück einer mobilen Hochwasserschutzwand dem anstehenden Druck der Elbe nicht länger Stand halten konnte.
Auch in den umliegenden Ortschaften ist die Lage nicht weniger dramatisch.
Die Ortsteile Elbenau, Ranies und Grünewalde wurden evakuiert.
Alle fünf Hochwasser-Einsatzabschnitte im Gebiet Schönebeck sind akut von Wasserdurchbrüchen bedroht, da die Deiche durch den tagelangen Wasserdruck aufgeweicht sind.
Der Einsatzleiter der Bielefelder Feuerwehr-Bereitschaft Peter Dopheide, hat zusammen mit seinen Kameradinnen und Kameraden alle Hände voll zu tun - "Deiche verstärken, Sandsäcke verbauen, Regenwasserkanäle leerpumpen, damit das Wasser aus den Häusern ablaufen kann".
Die "Bereitschaft 1 der Abteilung Bezirk Detmold", wie die Feuerwehr-Bereitschaft der Bezirksreserve offiziell heißt, setzt sich zusammen aus verschiedenen Löschabteilungen der Freiwilligen Feuerwehr und Führungskräften der Berufsfeuerwehr Bielefeld, die im Falle einer Großschadenslage diesen Verband zur überörtlichen Hilfeleistung bilden.
Daneben unterstützen die Bielefelder ebenfalls den örtlichen Krisenstab: Der Abrollbehälter ELW 2 (Einsatzleitcontainer), besetzt mit der Fernmeldegruppe der Feuerwehr Bielefeld, hat gleichsam an der Elbe Stellung bezogen.
Die Kameraden unterstützen bei der Kommunikation der Einheiten vor Ort und der Lagedarstellung und -planung. Dies ist wichtig: eine funktionierende Stabsarbeit ist für den Einsatzerfolg ein unerlässliches Kriterium.
Seit ca. 22 Uhr am Samstagabend sind die Feuerwehrkameradinnen und -kameraden unermüdlich im Einsatz: "Die meisten haben noch nicht geschlafen." so Peter Dopheide.
Die Ablösung befindet sich allerdings auch schon in Alarmbereitschaft: voraussichtlich 89 "frische" Feuerwehrfrauen und -männer werden sich am Dienstag (11.06.) via Bus auf den Weg ins Einsatzgebiet begeben. Die Fahrzeuge und das Material werden dann vor Ort verbleiben und von den "neuen" Kräften übernommen werden.
WP 000646Bielefeld unterstützt jedoch nicht nur mit eigenem Einsatzpersonal die Hochwasserlage. Die Haupt- feuerwache am Stadtholz war und ist seit den letzten Tagen immer wieder Zwischenstation für Einsatz-Kolonnen anderer Feuerwehren und Hilfsorganisationen auf dem Weg ins Einsatzgebiet.
Wegzehrung, ein frischer Kaffee und einfach kurz einmal durchatmen und "Beine vertreten": Für die Feuerwehr Bielefeld eine Selbstverständlichkeit in punkto Gastfreundschaft. Gerne werden die Einheiten an der Autobahn A2 von einem Lotsen in Empfang genommen und auf dem kürzesten Wege durch das Stadtgebiet und zurück geführt, bis es dann heißt: gute Fahrt, viel Erfolg bei den bevorstehenden Einsätzen und gesunde Heimkehr! 
 
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