Am Stadtholz 18, 33609 Bielefeld
0521 / 51 2301 - Notruf: 112
info@feuerwehr-bielefeld.de

Kampfmittelüberprüfung

ACHTUNG:

Bei Munitionsfunden gilt: Fundmunition, auch kleinste Munitionsreste, nicht berühren!
SOFORT die Leitstelle der Feuerwehr (Tel. 0521 51-2301) oder die Polizei (Tel. 0521 545-0) benachrichtigen!

Kampfmittelüberprüfung –
Feuerwehramt als Sonderordnungsbehörde

Innerhalb der Stadtverwaltung Bielefeld ist das Feuerwehramt als Sonderordnungsbehörde für die Abwehr von Gefahren, die von Kampfmitteln ausgehen können, zuständig.

Um Gefahren zu vermeiden, ist vor Aufnahme einer Bautätigkeit zu prüfen, ob Hinweise auf Kampfmittel vorliegen. Dieser Nachweis ist im Zuge des Baugenehmigungsverfahrens unumgänglich, sobald Arbeiten im Boden vorgenommen werden sollen.

Hierzu sollte spätestens drei Monate vor Baubeginn ein Antrag beim Feuerwehramt der Stadt Bielefeld gestellt werden.
Beim Antragsverfahren werden zwei Typen von Bauvorhaben unterschieden:

1

allgemeine Bauvorhaben:

Sie planen den Neubau eines Einfamilienhauses, einen Gebäudeabriss, die Errichtung eines Anbaus oder Ähnliches? Dann nutzen Sie bitte den Online-Antrag auf Kampfmittelüberprüfung für allgemeine Bauvorhaben:

Online-Antrag – allgemeine Bauvorhaben

Alternativ können Sie diesen Antrag auch mittels der PDF-Vorlage auf dem Postweg stellen:

PDF-Vorlage

Informationen zu den einzureichenden Unterlagen erhalten Sie im Merkblatt:

Merkblatt – allgemeine Bauvorhaben

2

Trassenbau:

Um die mögliche Kampfmittelbelastung einer Trasse, bspw. für einen Anschluss an das Stromnetz, überprüfen zu lassen, nutzen Sie bitte diesen Online-Antrag:

Online-Antrag – Trassenbau

Informationen zu den einzureichenden Unterlagen können Sie dem Merkblatt entnehmen:

Merkblatt – Trassenbau

Haben Sie noch Fragen?

Rufen Sie uns gern während unserer Sprechzeiten:
Montag bis Freitag 8.00-12.00 Uhr
unter der Rufnummer 0521 – 51 3840 an.

Kontakt

Informationen zu Kosten

Der Antrag auf Kampfmittelüberprüfung beim Feuerwehramt der Stadt Bielefeld ist kostenlos!
Der Kampfmittelbeseitigungsdienst Westfalen-Lippe trägt die Kosten für die Kampfmittelbeseitigungsmaßnahmen (Auswertung der Luftbilder, Oberflächensondierung und Auswertung, Entschärfung sowie Abtransport und Vernichtung von Kampfmitteln, …), die durch Kampfmittel der Weltkriege verursacht wurden.



Eventuell entstehende Kosten sind abhängig vom Einzelfall. Es gibt auch Fälle, in denen keine Kosten entstehen. ABER …

… Kosten für den Eigentümer/ die Eigentümerin können entstehen, wenn aufgrund der Luftbildauswertung eine potenzielle Kampfmittelbelastung festgestellt wird und daraufhin weitergehende Maßnahmen zur Kampfmitteluntersuchung und ggf. -beseitigung ergriffen werden.

Die Kosten für sogenannte vorbereitende, begleitende als auch nachbereitende Maßnahmen gehen zu Lasten des Grundstückseigentümers/ der Grundstückseigentümerin. Darunter fallen Kosten, die z.B. aufgrund nachfolgender Maßnahmen entstehen:

Bewuchs in der zu untersuchenden Fläche entfernen (z.B. Bäume, Sträucher, Hecken, Gräser u. ä.)

Beseitigung von offensichtlich eisenhaltigen Auffüllungen (z.B. Schotter, Verfüllmaterial, Aufschüttungen)

Die zu untersuchende Fläche muss in der Örtlichkeit eindeutig erkennbar gemacht werden (z.B. durch Zäune, natürliche Grenzen, Baugrube)

Kosten für zusätzliche Untersuchungstermine durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst, die aufgrund unzureichend vorbereiterer Flächen notwendig werden

Wiederherstellung der Ausgangssituation

Das allgemeine Verfahren der Kampfmittelüberprüfung

Um Gefahren zu vermeiden, ggf. entstehende Kosten abschätzen zu können und mögliche Verzögerungen bei der Bauausführung zu vermeiden, ist eine Antragstellung spätestens drei Monate vor Baubeginn erforderlich.

Nach Eingang und Prüfung Ihres Antrags wird die zu überprüfende Fläche an die Bezirksregierung Arnsberg weitergeleitet, welche die örtlichen Ordnungsbehörden mit speziell ausgebildetem Personal und entsprechender Technik unterstützt.

Dort erfolgt eine weitergehende Überprüfung des Grundstücks anhand der Auswertung historischer Luftbildaufnahmen der Alliierten, die diese gegen Kriegsende zu Dokumentationszwecken aufgenommen haben. Dabei wird das jeweilige Grundstück auf erkennbares Kriegsgeschehen wie z. B. Stellungen, Schützengräben, Artillerietätigkeit, Bombardierung oder Blindgängerverdachtspunkte untersucht. Falls die Luftbildauswertung den Kampfmittelverdacht erhärtet, können weitere Maßnahmen erforderlich werden, wie z. B. das Absuchen von Flächen und Baugruben durch eine Oberflächensondierung.

Sollten die Sondierungsmaßnahmen zu Ergebnissen führen, die einen Kampfmittelverdacht konkretisieren, werden weitere Maßnahmen zur Freilegung der Verdachtsstelle und Beseitigung bzw. Räumung der gefundenen Kampfmittel eingeleitet.
Die geborgene und als transportfähig eingestufte Munition oder das ggf. entschärfte Kampfmittel werden dann einem Munitionszerlegebetrieb der Bezirksregierung Arnsberg zugeführt und dort vernichtet.

Ablaufschema KMU

Kampfmittelüberprüfung durch das Feuerwehramt – Aufgaben als kommunale Sonderordnungsbehörde

Die Aufgabe der Gefahrenabwehr im Sinne des § 1 Absatz 1 Ordnungsbehördengesetz NRW des Landes Nordrhein-Westfalen (OBG NRW) ist es, die Bevölkerung vor Gefahren zu schützen. Darunter zählen folglich auch Gefahren die von Kampfmitteln ausgehen. Zuständig innerhalb der Stadtverwaltung Bielefeld ist hierfür das Feuerwehramt als Sonderordnungsbehörde.

Die Abteilung „Allgemeine Verwaltung und Bevölkerungsschutz“ nimmt im Rahmen der Kampfmittelüberprüfung folgende Aufgaben wahr:

Beratung

Beratung von Bürgerinnen und Bürgern zu Fragen der Kampfmittelüberprüfung

Bearbeitung

Bearbeitung der Antragsverfahren zur Überprüfung eines Grundstückes nach Kampfmitteln

Zusammenwirken

Abstimmung und Empfehlung von Maßnahmen zur Vorbereitung eines Grundstückes zur Kampfmittelsondierung und Kampfmittelbeseitigung in Zusammenarbeit mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst Westfalen-Lippe

Gefahrenabwehr

Vorbereitung und Lenkung von Gefahrenabwehrmaßnahmen zum Schutz der Bevölkerung (z.B. Evakuierungen)